Endoskope Multimeter und mehr

Waschmaschine für Endoskope

Eine Untersuchung mit dem Endoskop ist ja schon unangenehme genug, die Befürchtung, dass das Gerät verunreinigt sein könnte, dreht aber vielen Patienten (im übertragenden Sinne) den Magen um.
Dafür, dass solche Befürchtungen nicht zutreffen, soll „ED Flow“ sorgen. Das ist eine Art Waschmaschine, die mit Peressigsäure die Mikroenendoskope schnell und effizient reinigt. Die modernen Geräte werden bisher nur in Lyon und in einem englischen Krankenhaus eingesetzt, neuerdings jedoch auch im Endoskopie-Zentrum Hattingen.

150.000 Euro investierte das Krankenhaus in die technologische Neuerung. Ed Flow erkennt mittels berührungsloser Funktechnik die einzelnen Endoskope und weiß, welches Gerät wie lange gereinigt werden muss. Gleichzeitig merkt es sich die Person, die damit gearbeitet hat und erstellt auf Anfrage ein Chargenprotokoll. Auch Verschleißerscheinungen und Defekte erkennt es daran, wieviel Flüssigkeit durch den Arbeitskanal fließt.

Ohne solch eine technische Unterstützung ist die Reinigung der Endoskoße mit hohem Aufwand für das Personal verbunden, bei dem trotzdem z.T. Verunreinigungen zurückbleiben. Bei vier von hundert Untersuchungen kommt es so vermehrt im Blut zu nachweisbaren Bakterien, also zu bakterielle Infektionen. In vielen Fällen werden gerade jene Ereger übertragen, die durch die Spiegelung nachgewisen werden sollen, nämlich der Helicobacter pylori, der zu Magen- und Zwölfingerdarm-Geschwüren führt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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